Zwei Wochen ist
Molly jetzt bei uns. Am Tag der Ankunft war ihr einfach alles
zuviel, sie hat an den Türen gekratzt und wollte nur noch raus.
Auch im Garten wollte sie nur weg, irgendwo hin ... Umso
erstaunlicher war es, dass sie Nähe und Streicheln von ihr
fremden Menschen annehmen konnte und sich jedesmal beruhigen
ließ, aufhörte zu Zittern - bis sie urplötzlich wieder fort
wollte. So verbrachten wir den ersten Tag und die erste
Nacht.
Unsere 13-jährige
Erin hat Molly mit all ihren Nöten sofort akzeptiert und ist
eine große Hilfe bei der Eingewöhnung. Molly durfte einfach da
sein und dabei sein, so wie sie ist. Ab dem nächsten Tag ging
es dann schon besser, am vierten Tag war Molly ganz
überraschend stubenrein und ist es zuverlässig geblieben. Heute
fühlt sie sich wohl in Haus und Garten, mit Erin an der Seite
fällt ihr alles leichter. Oft kann man gar nicht glauben, wie
schnell sie lernt und wie gutwillig sie ist. Aber es steckt
auch noch ein Welpe in ihr:Sie holt sich gerne Kugelschreiber -
es ist erstaunlich, wie sie die findet und von weit oben
herunterholt, indem sie sich auf die Hinterbeine stellt.
Überhaupt mag sie gerne Hartplastik, das knackt so schön beim
Schreddern! Wenn sie ein Geschirrtuch geklaut hat und hinter
sich herzieht, sieht sie sehr glücklich aus... Für eine
Streicheleinheit gibt sie aber alles wieder her. Zum Schreddern
mit Knack-Effekt bekommen die Hunde jetzt getrockneten Pansen -
mal sehen, ob das mit den Kugelschreibern konkurrieren
kann.
Molly ist ein
fröhlicher, lieber Hund und sie passt wunderbar in unsere
Familie - ein echter Glücksfall, dass wir sie bekommen
haben! Sie soll sich in ihrem Tempo hier entfalten und
ganz in Ruhe alles erkunden. Auch für Erin ist das Leben wieder
interessanter geworden, sie ist eine sanfte Chefin und hat
ihren Lehrling immer im Blick!
Ausdrücklichen Dank
möchte ich sagen an die Auffangstation und Pflegestelle in
Kalabrien! Sogar im größten Stress hat Molly das grundlegende
Vertrauen zu Menschen nicht verloren - das wurde ihr
offensichtlich von dort mitgegeben! So etwas entsteht nicht von
alleine und ist nicht selbstverständlich - es muss wohl eine
herzensgute Frau sein, die sich dort um die Hunde
kümmert...
Das gilt auch
gleichermaßen für die freundlichen Mitarbeiterinnen von
Tierschutzlicht, die mit Herzblut und persönlichem Einsatz
jeden einzelnen Hund begleiten, bis er ein gutes neues Zuhause
gefunden hat - jedes Happy-End ist Euer
Erfolg!!!
18.04.2026